Kulturerbe virtuell

Es gibt bereits eine ganze Reihe von virtuellen Museen im Internet. Einige Beispiele:
Virtuelles Museum zur Landesgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns; Virtuelles Museum Erkelenz; Bilddatenbank kulturelles Erbe der Niederlande
Sie sind überwiegend anders ausgerichtet als die Idee hinter Bi mi to Huus. Typische museale Objekte lassen sich abfotografieren und als Bilder ins Internet stellen, zu denen dann die Daten wie Größe, Material, Farbe, Gewicht und Herkunft hinzugefügt werden. Hochauflösende Fotos von Kunstwerken oder gar 3D-Darstellungen, ermöglichen einen detaillierten Blick, der bei einem normalen Museumsbesuch unmöglich ist.

Wenn es jedoch um immaterielles Kulturerbe geht, wird eine Darstellung im Internet ungleich schwerer, schließlich geht es um Handlungsweisen von Tradition und Brauchtum, um die Darstellung von Sprache oder Handwerkstechniken, also dem Veranschaulichen von Bestandteilen, die zumeist nicht auf den ersten Blick wahrgenommen werden. Gerade jene Zusammenhänge und Bedeutungen sind jedoch von hoher Bedeutung. Daher sollen neben Bildern und Texten möglichst auch Tondokumente und Filme die Seiten sinnvoll bereichern.

QR-Codes mit darin hinterlegten Informationen sind inzwischen aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die QR-Codes von Bi mi to Huus werden einen Internetlink beinhalten, mit dem die jeweilige Teilseite des Projekts im virtuellen Museum geöffnet werden kann. Der Code wird sich jeweils auf einer Tafel an einem Heimathaus oder einem anderen Gebäude befinden, das mit den Teilprojekten verbunden ist. Die Tafeln „verorten“ damit die Inhalte und ergeben als Ganzes eine Kulturroute, ähnlich wie z.B. der schon bestehende PlattPatt!, der von der Fachstelle Plattdeutsch der Emsländischen Landschaft initiiert wurde und eine Mediathek beinhaltet. So kann bei Bi mi to Huus oder entlang des PlattPatt! auf Spaziergang oder Radtourpause unkompliziert auf die Inhalte zugegriffen werden. Zusätzlich sollen die Projekte auf einer digitalen Karte gezeigt werden. Diese Punkte stehen stellvertretend für die große Anzahl von möglichen Themen des Kulturerbes, die im Bereich Emsland und Grafschaft Bentheim existieren. Sie bilden Anhaltspunkte zur Beschäftigung damit.